WASSER

Der Winter repräsentiert das Element Wasser. Es ist die Jahreszeit wo sich Mensch und Tier zurückziehen. Viele Tiere halten einen Winterschlaf, auch unser Baum sieht fast tot aus. Doch in Wahrheit schöpft er neue Kraft für den kommenden Frühling, er zieht seine Kräfte tief in sein Inneres, tief in seine Wurzeln zurück.

Es ist die Zeit der Ruhe und Regeneration – zumindest sollten wir uns dafür Zeit nehmen.                                                                                                                                               Die schneebedeckte Landschaft birgt soviel Reinheit und Stille in sich. Soviel Ruhe und Kraft, sowie das Wasser.                                                                                 Wasser hat außerdem eine stark reinigende Kraft.

Die Tageszeit ist die Nacht, in der wir eben ruhen sollen.

Die Himmelsrichtung ist der Norden, die Farben sind blau und schwarz.

Der Geschmack ist der salzige.                                                                                                   Und die Emotion ist die Angst.  Die existenzielle Angst, Angst davor seinen Anker verlieren zu können.  Es ist die Angst, die ins Eingeweide geht – z. B. seinen Job zu verlieren, kein Geld zum Leben zu haben.   Es ist die Angst, die uns kämpfen lässt um überleben zu können.

Es kommt vor, dass Menschen in extremen Situationen mehr Kräfte entwickeln als sie jemals zuvor gefühlt haben (Flucht, Verteidigung). Eine Mutter wird sehr schwer aufzuhalten sein, wenn es um das Leben ihres Kindes geht – für all das gibt uns unser Wasserelement die nötige Kraft und den nötigen Willen.

Die Niere ist das Haus des Willens. Der Überlebenswille. Doch auch der Wille, der uns immer weiter tun lässt, obwohl wir gar nicht mehr können. So ein Wille – ein falscher Ehrgeiz – schwächt jedoch unser Wasserelement. Denn es kostet sehr viel Kraft über seine Grenzen zu gehen…

Dem Element Wasser ist das Alter zugeordnet und die Weisheit, die sich (hoffentlich) daraus ergibt.

Die Organe sind Blase und Niere.

Die Blase hält alles im Fluss, sie achtet darauf dass wir uns nicht aus powern.

In der Niere wird unser Jing (Ursprungs-Energie) gespeichert.

Jing kann man sich wie einen Lebensakku vorstellen – ist er verbraucht, stirbt man. Man kann ihn nicht wieder aufladen, man kann nur durch eine achtsame Lebensführung (ausreichender Schlaf vor Mitternacht, hochwertige gesunde Ernährung und Übungen wie Qi Gong oder andere ganzheitliche Körperübungen) dazu beitragen, dass dieser Akku nicht allzu schnell leer wird.

Rückenschmerzen, Haarausfall, ergraute Haare – um nur ein paar Beispiele zu nennen – sind alarmierende Warnsignale für unseren Lebensakku.

Wenn unsere Lebensenergie der Sand einer Sanduhr wäre, so könnten wir nicht bestimmen, welche Qualität der Sand hat. Jedoch liegt es allein in unserer Hand, wie schnell der Sand durch die Uhr läuft. Je nachdem wie wir die Uhr halten…